Spenden Sie Ihre Zeit, Sachen oder Geld!

Neue Unterstützer*innen, die sich kontinuierlich in eine Aufgabe einbringen, sind herzlich willkommen – es gibt in allen Pankower Stadtteilen Potenzial und Unterstützungsbedarf! Die ehrenamtliche Unterstützungsbewegung hat seit Beginn 2016 ebenso abgenommen wie sie seit Beginn 2015 angewachsen war, auch wenn noch ein harter Kern von ca. 500 Engagierten im Bezirk die Arbeit aufrecht erhält. Ein Engagement in den Unterstützungskreisen ist nach wie vor sinnvoll, da man hier im Austausch mit anderen Unterstützer*innen steht, sich für die gleiche Aufgabe mit anderen zusammentun kann und die Mitarbeiter*innen in den Unterkünften entlastet.

Sie wollen gerne unterstützen, wissen aber nicht wie?

Schauen Sie sich gerne auf dieser Seite um. Oder suchen Sie eine individuelle Erstberatung auf, wo wir mit Ihnen im persönlichen Gespräch nach Möglichkeiten schauen, wo sie sinnvoll und mit Spaß unterstützen können.

Sie haben bereits eine konkrete Idee, was Sie machen wollen, z.B. einen Deutschkurs anbieten oder eine Sportgruppe anbieten oder eine Familie für einige Zeit begleiten?

Dann melden Sie sich am besten bei dem Unterstützungskreis, der in ihrer Nähe liegt.

Hinweis: Alle ehrenamtlichen Unterstützer*innen müssen ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Beantragt wird dies gesammelt über die Koordinator*innen der Unterstützungskreise.


Sachspenden

Die Spendenbereitschaft hat wie das ehrenamtliche Engagement für Geflüchtete Menschen abgenommen. Von daher sind Sie herzlich eingeladen, gut erhaltene Kleidung, Einrichtungsgegenstände oder Zeit mit einem Unterstützungsangebot zu spenden!

NEU: Sie haben auch die Möglichkeit, über das Pinboard Ihre Spendenangebote oder -gesuche zu veröffentlichen.

In jedem Fall wäre es schön, wenn Sie zwei Dinge beachten:

  1. Ihre Sachen ungefragt in der Unterkunft vorbeizubringen.
  2. Nicht gereinigte und kaputte Sachen abzugeben.

Beides belastet die Unterkünfte und ehrenamtlichen Spendensortierenden sehr. Prüfen Sie bitte auf den regelmäßig aktualisierten Bedarfslisten der Unterstützungskreise, was gerade gebraucht wird! 


Zeitspenden

Zeit, die Sie mit Geflüchteten verbringen, ist das Kostbarste, was Sie geben können. Sei es die Begleitung zum Amt oder zur Ärztin, der Spaziergang durch den Kiez oder Hausaufgabenhilfe für die Schüler*innen. Es gibt viele Möglichkeiten, geflüchtete Menschen mit Zeit zu unterstützen.
 

Viele Formen der Unterstützung brauchen Zeit, um Vertrauen herzustellen oder das Unterstützungsangebot unter geflüchteten Menschen bekannt zu machen. Die neu Angekommenen sind vielleicht noch vorsichtig, sprechen noch nicht so gut Deutsch und haben vor allem viele Termine im Rahmen ihres Asylverfahrens. Stetigkeit und Kontinuität sind wichtige Bedingungen dafür, dass sich ein verlässlicher und vertrauensvoller Kontakt entwickelt.

Machen Sie nur so viel, wie Sie schaffen! Schon mit einer kleinen Zeitspende von beispielsweise zwei Stunden die Woche über einen längeren Zeitraum können Sie viel helfen. Wenn Sie geflüchtete Menschen über einen längeren Zeitraum begleiten wollen, suchen Sie gerne den Kontakt bei einem Unterstützungskreis in ihrer Nähe. In manchen gibt es sog. Mentoring-Projekte, die gezielt eine Begleitung über einen längeren Zeitraum unterstützen. Ehrenamtliche Flüchtlingsunterstützung ersetzt nicht die professionelle Sozialarbeit und staatliche Verantwortung. Deshalb sollten Unterstützer*innen auch immer reflektieren, wieviel sie leisten bzw. was sie von den verantwortlichen Stellen einfordern wollen.

 

Mögliche Zeitspenden:
  • Begegnungsorte schaffen: Nachbarschaftscafés oder Begegnungsabende finden derzeit in zwei Unterstützungskreisen regelmäßig statt, das Café ohne Grenzen im JUP Pankow und Perspektiven wechseln im Frei-Zeit-Haus Weißensee. Hier kann man sich bei mitgebrachten Essen, Getränken und Musik kennenlernen und mehr übereinander erfahren. Die Veranstaltungen sind immer gut besucht von den neuen Nachbar*innen, sie bringen oft leckere Speisen mit.
  • Begleitung zu Behörden (z.B. Ausländerbehörde, LAGeSo, Bezirksamt, Jobcenter, etc.), Beratungsstellen (z.B. zu Asyl- und Aufenthaltsrecht, Gesundheit, Arbeit), Ärzt*innen: Die Menschen, die sich im Umfeld der Unterkunft noch nicht auskennen und vielleicht unsicher sind, freuen sich, wenn Sie Ihnen die Wege zu den notwenigen Stellen gezeigt werden. Dabei geht es zum einen um den Aspekt der Erkundung des Wohnumfeldes. Zum anderen geht es um Unterstützung bei Behördenterminen, da sich viele mit dem deutschen Rechtssystem nicht auskennen. Sinn ist das Mehr-Ohren-Prinzip, damit bestimmte wichtige Infos nicht verloren gehen und ggf. den Sozialarbeiter*innen in der Unterkunft mitgeteilt werden können.
  • Organisation von Sprachmittler*innen: Wichtig bei Behördengängen, Elterngesprächen, Arztbesuchen
  • Deutschkurse, Sprachcafés oder Tandems anbieten: Das Erlernen der Sprache gehört zu den zuerst genannten Bedürfnissen von Einwanderer*innen. Sprachkurse für Menschen im Asylverfahren[1] sind toll, aber auch nicht immer kontinuierlich besucht. Manch eine*r lernt vielleicht lieber im direkten Kontakt im Sprachcafé oder Tandem.
  • Unterstützung/Begleitung bei der Wohnungssuche oder selbst Wohnraum zur Verfügung stellen: Eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist ja auch schon für Alteingesessene schwierig, von daher ist eine Unterstützung bei der Suche nach Wohnraum eine der wichtigsten Angelegenheiten.
  • Unterstützung/Begleitung bei der Suche nach Ausbildungs- oder Arbeitsplatz: Geflüchtete mit Aufenthaltserlaubnis, aber auch die im Asylverfahren, dürfen nach einer bestimmten Zeit eine Ausbildung/Arbeit beginnen. Auch Praktika sind eine gute Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und dann evtl. übernommen zu werden.
  • Hausaufgaben- bzw. Lernhilfe: Schüler*innen aus Regel- und Willkommensklassen können zusätzliche Lernhilfe gebrauchen.
  • Sportangebote für alle Gruppen: Jugendliche, Kinder, Frauen, Männer, LGTBI* – für alle können spezifische, aber natürlich auch gemischte Sportgruppen in Fußball, Yoga, Tischtennis, Basketball, Laufen, Schwimmen etc. organisiert werden. Beliebt sind beispielsweise die Sportturniere des SJC Kolle 8. Kooperationen mit umliegenden Sportverein sind sehr sinnvoll!
  • Freizeitaktivitäten: Als beliebt haben sich Kiez- und Stadterkundungstouren, Besuche von Jugendfreizeit-einrichtungen oder Stadtteilzentren in der Umgebung, Kulturveranstaltungen, Tanz- und Gesanggruppen, Kreativangebote erwiesen.
  • Fahrradwerkstatt: Mit Flüchtlingen zusammen Fahrräder reparieren, die dann von ihnen genutzt werden können.
  • Spendensammeln und -sortieren: Aufnahme von Kleidung, Haushaltsgegenstände, Spiel- und Schulsachen; Geldspenden für Fahrkarten, Eintrittsgelder, Anwaltskosten etc. Näheres zu Sachspenden siehe hier.
  • Stände auf Straßenfesten: Öffentlichkeitsarbeit für Unterstützungskreis, Spiele für Kinder und Spendensammeln
  • Sonstiges: Krabbelgruppen für Kleinkinder, Geburtshilfeworkshops, Theaterprojekte, Dampferfahrten, Zoobesuche etc.

[1] Formalisierte Sprachkurse entsprechend der Sprachniveaus A1-C2 erhalten nur Personen mit Aufenthaltserlaubnis.


Geldspenden

Steuerliche Maßnahmen zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge

Zur Förderung und Unterstützung dieses gesamtgesellschaftlichen Engagements, hat das Bundesministerium der Finanzen im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder Regelungen erlassen, die Vereinfachungen für private Spender und steuerbegünstigte Organisationen zum Ziel haben. Die Regelungen gelten für Maßnahmen, die vom 1. August 2015 bis 31.Dezember 2016 durchgeführt werden und betreffen die folgenden Bereiche:

   Spenden (Vereinfachter Zuwendungsnachweis)

   Spendenaktionen von gemeinnützigen Körperschaften zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge

   Maßnahmen steuerbegünstigter Körperschaften zur Unterstützung von Flüchtlingen

   Steuerliche Behandlung von Zuwendungen aus dem Betriebsvermögen (Zuwendung als Sponsoring-Maßnahme)

   Lohnsteuer (Arbeitslohnspende)

   Aufsichtsratsvergütungen

   Umsatzsteuer

   Schenkungsteuer

Das vollständige Schreiben vom Bundesministerium der Finanzen finden Sie hier.

 

Wenn Sie eine Spendenquittung wünschen, bitten wir Sie, Ihren Namen und Ihre Adresse dazu zu schreiben.

Spenden für Unterstützung und Austausch mit den Bewohner/innen des Rupert-Neudeck-Hauses in der Storkower Straße können auf folgendes Konto überweisen werden:
Name: Spenden Storkower Str. KtoNr: 30 61 405 BLZ: 10020500 (Bank für Sozialwirtschaft) IBAN: DE 04 100 205 000 003 061 405 BIC: BFSWDE33BER  

Spenden für Unterstützung und Austausch mit den Bewohner/innen der Unterkünfte in Weißensee können auf folgendes Konto überweisen werden: Konto des Frei-Zeit-Haus e.V. IBAN: DE48100205000003513700 Zuwendungszweck: Flüchtlingsunterstützung Berlin Weißensee  

Geldspenden für psychosoziale Unterstützung und Rechtsberatung der Bewohner/innen der Unterkunft in der Straßburger Straße können auf folgendes Konto überweisen werden: Empfänger: Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH Bank für Sozialwirtschaft | BLZ 100 205 00 | Konto 30 61 411 IBAN DE36100205000003061411 | BIC BFSWDE33BER Verwendungszweck: Spenden Strassburger (ggf. mit Zusatz für etwas Bestimmtes) 

Spenden für die Unterstützung der Arbeitsbereiche des Unterstützer/innenkreises in Buch richten Sie bitte an: Albatros gGmbH |  Zweck”Spende Flüchtlinge in Buch” | IBAN: DE38 1008 0000 0669 5474 34 | BIC: DRESDEFF100 |Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenquittung.


Das Cafe ohne Grenzen hat eine Spendenkampagne über Better Place gestartet, um gemeinsame Aktivitäten, Speisen und die parallel zum Cafe stattfindende Rechtsberatung für Geflüchtete zu finanzieren.

cafeohnegrenzen.betterplace.org

Geldspenden für die Unterstützung der anderen Arbeitsbereiche des Unterstützer/innenkreises richten Sie bitte an: Unabhängiges Jugendzentrum Pankow Verwendungszweck: Unterstützung Mühlenstraße IBAN: DE71100205000003079405 BIC: BFSWDE33BER Wenn Sie eine Spendenquittung wünschen, bitten wir Sie, Ihren Namen und Ihre Adresse dazu zu schreiben.